BILANZIERUNG | Neuerungen beim Eigenkapital der GmbH & Co KG
Im Juni 2026 wurde die überarbeitete AFRAC-Stellungnahme 18 zur Darstellung des Eigenkapitals im unternehmensrechtlichen Jahresabschluss der GmbH & Co KG veröffentlicht. Dabei handelt es sich um keine gänzliche Neukonzipierung der Stellungnahme, sondern es wurden systematische Anpassungen und Nachschärfungen aufgrund der jüngeren höchstgerichtlichen Rechtsprechung des OGH vorgenommen und stehen vor allem die Kapitalerhaltung bei sog. „kapitalistischen“ Personengesellschaften sowie Gewinnausschüttungsvorschriften im Fokus. Es soll dadurch eine einheitliche Bilanzierung sowie mehr Rechtssicherheit bei der Darstellung des Eigenkapitals von GmbH & Co KGs und vergleichbaren Gesellschaftsformen geschaffen werden. Im nachfolgenden Beitrag informieren wir Sie über die wesentlichen Neuerungen, die bereits für Geschäftsjahre beginnend nach dem 31.12.2025 zu beachten sind.
#325 – Ruby Bogensberger – Gemeindeordnung Burgenland
Viele Gemeinderatsmitglieder und Bürgermeister:innen üben ihre Tätigkeit nebenberuflich aus und sind dabei zunehmend mit komplexen rechtlichen und wirtschaftlichen Fragestellungen konfrontiert.
BAO | Lohnabgaben in Raten? Rechtlich möglich, praktisch selten
Bei Liquiditätsengpässen rücken Stundung oder Ratenzahlung rasch in den Fokus. Die Möglichkeit, Abgaben nicht sofort entrichten zu müssen, kann Unternehmen kurzfristig entlasten und finanziellen Spielraum schaffen. Doch gilt das auch für Lohnabgaben? Oder stoßen Zahlungserleichterungen hier an besondere Grenzen?
Abgrenzung zwischen steuerbaren und nicht steuerbaren Stipendien
Ermöglichen finanzielle Unterstützungen in Form von Stipendien dem Empfänger eine wissenschaftliche, künstlerische, schriftstellerische, unterrichtende oder erzieherische Tätigkeit außerhalb eines Dienstverhältnisses, können diese Zuwendungen zu steuerbaren Einkünften aus selbständiger Arbeit gemäß § 22 Z 1 lit a EStG führen. Für die Empfänger der Förderungen hat die Einordnung der Zuwendung als nicht steuerbares Stipendium oder als steuerbarer Einkommensersatz mitunter existenzielle Folgen: Die Besteuerung des wirtschaftlichen Einkommensersatzes erfolgt regelmäßig erst im Nachhinein; der Steuerpflichtige hat das vereinnahmte Stipendium im worst case bereits vollständig ausgegeben und verfügt über keine finanziellen Mittel mehr, um die Einkommensteuernachforderung zu begleichen. Aber auch für den Fördergeber ist die Einstufung als steuerbare oder nicht steuerbare Einkünfte relevant.[1] Beispielsweise wollen Universitäten nur Stipendien vergeben, die nicht zu steuerbaren Einkünften iSd § 22 Z 1 lit a EStG führen, um die oben geschilderte Problematik zu vermeiden.
#324 – Herwig Pernsteiner – Österreichisches Wohnhandbuch
Das österreichische Wohnhandbuch ist bereits ein langjähriges Werk. Seit 2022 wird dieses im Linde Verlag verlegt. Heute widmen wir uns gemeinsam mit dem Herausgeber Dir. DI Herwig Pernsteiner, Vorstandsvorsitzender der Innviertler Gemeinnützige Wohnungs- und Siedlungsgenossenschaft, der diesjährigen Auflage zum Thema Wem gehören die gemeinnützigen Bauvereinigungen.
GRUNDERWERBSTEUER | BMF entschärft Besteuerung bei Umstrukturierungen!
Mit EuGH-Urteil vom 4.6.2026 in der Rechtssache „NOVA IBEROMOLDES“ (C-837/24) hat der Europäische Gerichtshof eine für die Praxis äußerst bedeutsame Entscheidung zur unionsrechtlichen Zulässigkeit grunderwerbsteuerlicher Belastungen von gesellschaftsrechtlichen „Umstrukturierungen“ getroffen
#323 – Alltagsfall – Leitungswasserschaden im Urlaub: Wann gilt ein Haus als „benutzt“?
In dieser Folge geht es um die aktuelle Entscheidung des OGH vom 24. Juni 2026, 7 Ob 80/26d. Im Mittelpunkt steht die Frage, wann ein während des Urlaubs betreutes Haus rechtlich als „benutzt“ gilt und welche Folgen das für den Versicherungsschutz bei einem Leitungswasserschaden hat.
Zuwendungsfruchtgenuss bei Immobilien: BFG zur steuerlichen Behandlung von Substanzabgeltungen
Das BFG-Erkenntnis vom 22. Juni 2026, RV/3100306/2026 behandelt ein in der Praxis relevantes Thema bei der steuerlichen Gestaltung von Fruchtgenussvereinbarungen im Immobilienbereich. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob eine beim Zuwendungsfruchtgenuss vereinbarte Substanzabgeltung steuerlich als Werbungskosten abzugsfähig ist.
#322 – 3 Minuten Recht – Warenreparatur-RL-Umsetzungsgesetz
Mit dem Warenreparaturrichtlinie-Umsetzungsgesetz – kurz WaRUG (BGBl I 60/2026) – verfolgt Österreich in Umsetzung einer EU-Richtlinie das Ziel, Reparaturen für Konsumentinnen und Konsumenten attraktiver, einfacher und transparenter zu machen.
BFG zur österreichischen Glücksspielabgabe – Risiko bei Gewinnspielen mit Gutscheinen
Das Bundesfinanzgericht (BFG) hat mit Erkenntnis vom 10.06.2026, RV/7103560/2025 über die Glücksspielabgabe für ein im Jahr 2013 veranstaltetes Gewinnspiel entschieden.
Parteiengehör bei Schätzungen nach § 184 BAO: VwGH stärkt Verfahrensrechte
Der Verwaltungsgerichtshof (VwGH) hat in seiner Entscheidung vom 26. März 2025 (Ra 2021/13/0058) erneut klargestellt, dass das Parteiengehör vor allem auch bei Schätzungen der Bemessungsgrundlage nach § 184 BAO uneingeschränkt zu wahren ist. Die Entscheidung unterstreicht die hohen Anforderungen an die Transparenz und Nachvollziehbarkeit behördlicher Schätzungen.
Für Unternehmen, Steuerpflichtige und deren Berater:innen ist das Erkenntnis von erheblicher praktischer Bedeutung, da es die Rechte im Abgabenverfahren stärkt und die Anforderungen an die Begründungspflicht präzisiert.
#321 – Florian Rudolf-Miklau – Naturkatastrophen
Zurzeit vergeht kein Tag, an dem man nicht in den Nachrichten von Wandbränden, Muren, Starkregen, Hagel und anderen Naturkatastrophen, liest. In diesen Situationen sind meist Bürgermeister:innen, deren Helfer:innen und die Blaulichtorganisationen gefordert.












