BFG bestätigt: Auch bei mangelhaftem Fahrtenbuch bleibt geschätzter PKW-Aufwand abzugsfähig
Mit Erkenntnis vom 19.08.2026 hat das Bundesfinanzgericht (BFG) die Anforderungen an ein steuerlich anzuerkennendes Fahrtenbuch erneut bestätigt. Im konkreten Fall machte ein Außendienstmitarbeiter sämtliche Kfz-Kosten iHv rd EUR 23.000 als Werbungskosten geltend. Das erst sehr spät vorgelegte Fahrtenbuch wies erhebliche Mängel auf. Es fehlten Angaben zu Abgangsorten, die Fahrten waren teilweise nicht nachvollziehbar, der Reisezweck war zu allgemein beschrieben und private Fahrten wurden unzureichend dokumentiert. Das BFG erkannte das Fahrtenbuch daher nicht als ordnungsgemäß an.
#331 – Gerlinde Schörghofer – Das neue Klimagesetz – Fortschritt oder verpasste Chance?
Am 18. September 2026 wurde ein neues Klimagesetz in Begutachtung geschickt, das seitdem kontrovers diskutiert wird. Während vor allem Interessenvertretungen der Wirtschaft den Entwurf als zu ambitioniert betrachten, kritisieren NGOs, Wissenschaftler:innen sowie Bürgerinnen und Bürger das geplante Gesetz als zahnlosen Kompromiss, der der Dringlichkeit des Themas nicht gerecht würde.
Altersteilzeit 2026: Neue Fördergrenzen erhöhen die Kosten für Arbeitgeber:innen
Die Altersteilzeit ermöglicht älteren Arbeitnehmer:innen, ihre Arbeitszeit schon einige Jahre vor dem Pensionsantritt zu reduzieren. Der wesentliche Vorteil für Arbeitnehmer:innen besteht darin, dass sich aufgrund des Lohnausgleichs die Verringerung der Arbeitszeit nicht im gleichen Ausmaß auf die Entlohnung auswirkt. Gleichzeitig bleibt die Sozialversicherungsbeitragsgrundlage grundsätzlich auf dem bisherigen Niveau erhalten.
DBA SCHWEIZ | Umfassende Revision ante portas
Die österreichische und schweizerische Steuerverwaltung haben sich nach längeren Verhandlungen im April 2026 auf eine umfassende Revision des Doppelbesteuerungsabkommmens (DBA) zwischen Österreich und der Schweiz geeinigt. Am 01. Juli 2026 wurde das Revisionsprotokoll durch den österreichischen Ministerrat angenommen und wird voraussichtlich im Herbst im Nationalrat behandelt werden. Primäre Zielsetzung der Revision ist eine umfassende Anpassung des Abkommenstexts an aktuelle OECD-Standards.
#330 – Bartlomiej Norsesowicz – Bewertung von Zinshäusern
Das Zinshaus bildet eine eigene Assetklasse in Österreich. Welche Charakteristika speziell bei der Zinshausbewertung zu beachten sind, haben der Sachverständige für Immobilienbewertung Mag. Bartlomiej Norsesowicz und Mag. Sonja Rabenseifner vom Linde Verlag miteinander erörtert.
Sacheinlagen und Umsatzsteuer: EuG stellt österreichische Einschränkungen bei Vermögensübertragungen infrage
Mit seinem aktuellen Urteil vom 02.09.2026 in der Rechtssache Peckeger (T-413/25) hat das Gericht der Europäischen Union (EuG) die aktuelle österreichische Rechtslage, wonach nur bestimmte Formen der (Teil-) Betriebsübertragung von der Umsatzsteuerbarkeit ausgenommen sind, als unionsrechtswidrig erkannt.
UMGRÜNDUNGEN | Neue Nachweispflicht bei Wegzug
Die mit dem Budgetmaßnahmengesetz 2026 (BGBl I Nr. 43/2026) eingeführte Nachweispflicht gemäß § 27 Abs 6 Z 1 lit f EStG für nicht festgesetzte Wegzugssteuern betrifft nicht nur Nichtfestsetzungen im Zusammenhang mit dem tatsächlichen Wegzug natürlicher Personen. Über den Verweis in § 17 Abs 1a UmgrStG können auch Einbringungsvorgänge von den neuen Nachweispflichten erfasst sein.
Neue Offenlegungspflichten für Unternehmen: Warum die Konzernabschlusspflicht künftig stärker im Fokus steht
Mit dem Nachhaltigkeitsberichtsgesetz (NaBeG) wurden nicht nur neue Regelungen zur Nachhaltigkeitsberichterstattung eingeführt. Seit 1. Juli 2026 bestehen auch zusätzliche Offenlegungspflichten für Mutterunternehmen im Zusammenhang mit der Konzernrechnungslegung.
#329 – Andrea Haiden – Entgelttransparenz
Gilt sie nun oder gilt sie nicht, die Entgelttransparenz-RL? Und wenn ja, welche Regelungen der Richtlinie sind unmittelbar anwendbar? Was gilt bereits heute und kann Arbeitgeber:innen vor Probleme stellen? Fragen über Fragen, die Patrick Stummer vom Linde Verlag und Andrea Haiden von Baker McKenzie diskutieren.
FinStrG | Geldstrafen in Raten? Der Strafzweck setzt Grenzen
Wer mit einer finanzstrafrechtlichen Geldstrafe konfrontiert ist, denkt häufig an eine Stundung oder Ratenzahlung. Die Rechtsordnung schließt Zahlungserleichterungen auch im Finanzstrafrecht nicht aus. Dennoch gelten andere Maßstäbe als im gewöhnlichen Abgabenverfahren. Während dort die Einbringlichkeit der Abgabe im Vordergrund steht, ist bei Geldstrafen vor allem zu prüfen, ob der Strafzweck weiterhin gewahrt bleibt.
#328 – Fabian Herbst – Digital Fairness Act
Der Digital Fairness Act soll den Schutz von Verbraucher:innen in der digitalen Welt stärken und neue Anforderungen an digitale Geschäftsmodelle schaffen. Doch was bedeutet das konkret für Unternehmen?
Negatives Eigenkapital im Jahresabschluss
Was tun, wenn negatives Eigenkapital im Jahresabschluss Ihres Unternehmens vorliegt? Unsere Steuerexperten haben hier für Sie genau aufgelistet, was Sie bei einer drohenden Insolvenz tun müssen.












