Transfer Pricing | Public CbCR: Die Uhr läuft
Aus dem bislang nur gegenüber der Finanzverwaltung offenzulegenden Country-by-Country Reporting wird nun eine öffentliche Berichtspflicht. Für große internationale Unternehmensgruppen können die ersten Veröffentlichungsfristen bereits 2026 ablaufen. Wer betroffen ist, sollte jetzt prüfen, ob Handlungsbedarf besteht.
EUGH „Nova Iberomoldes“ – BMF klärt Grunderwerbsteuer bei Umstrukturierungen
Mit Urteil vom 4. Juni 2026 (Rs C 837/24 – Nova Iberomoldes) hat der EuGH zur Grunderwerbsteuer bei einer Sachgründung[NI1.1] Stellung genommen, bei der das Gesellschaftskapital durch Einbringung von Anteilen an grundstückshaltenden Gesellschaften aufgebracht wurde. Der Gerichtshof gelangte zu dem Ergebnis, dass eine nationale Regelung, die in einem solchen Fall die Erhebung von Grunderwerbsteuer auf den Anteilserwerb vorsieht, gegen die Kapitalansammlungsrichtlinie (Richtlinie 2008/7/EG) verstoßen kann.
GRUNDERWERBSTEUER | BMF entschärft Besteuerung bei Umstrukturierungen!
Mit EuGH-Urteil vom 4.6.2026 in der Rechtssache „NOVA IBEROMOLDES“ (C-837/24) hat der Europäische Gerichtshof eine für die Praxis äußerst bedeutsame Entscheidung zur unionsrechtlichen Zulässigkeit grunderwerbsteuerlicher Belastungen von gesellschaftsrechtlichen „Umstrukturierungen“ getroffen. Im Zentrum des Verfahrens stand die Frage, ob die Erhebung einer portugiesischen Grunderwerbsteuer bei bestimmten Anteilsübertragungen an grundstücksbesitzenden Gesellschaften mit der Kapitalansammlungsrichtlinie (RL 2008/7/EG) vereinbar ist.
EU | Tax Omnibus: Reform des europäischen Unternehmenssteuerrechts
Weniger Quellensteuer, weniger Meldungen, weniger Komplexität – so lautet das Versprechen der Europäischen Kommission. Mit dem am 24. Juni 2026 vorgelegten Tax Omnibus verfolgt die Europäische Kommission einen der weitreichendsten Reformansätze im europäischen Unternehmenssteuerrecht der letzten Jahre. Der Vorschlag zielt darauf ab, komplexe und fragmentierte Regelungen systematisch zu vereinfachen und gleichzeitig zentrale steuerliche Prozesse innerhalb der EU grundlegend neu auszurichten.
OECD-Musterabkommen Up-Date 2025 – Neues bei den Homeofficebetriebsstätten!
Am 19. November 2025 hat die OECD den überarbeiteten Kommentar zum Musterabkommen veröffentlicht. Ziel ist es, Doppelbesteuerungsabkommen an die Realität moderner Arbeitsformen anzupassen – insbesondere an die Zunahme von Homeoffice und Remote Work. Die wichtigste Frage: Wann wird ein Homeoffice im Ausland zur steuerlichen Betriebsstätte (Permanent Establishment, PE)? Die neuen Leitlinien bringen hier mehr Klarheit.
SCHWEDEN | EU gegen Schweden – Streit wegen Quellensteuerregelung
Zahlungen an ausländische Auftragnehmer ohne Betriebsstätte in Schweden unterliegen grundsätzlich einer Quellensteuer von 30 %. Die Europäische Kommission sieht diese Regelung als Verstoß gegen die Dienstleistungsfreiheit im Binnenmarkt und hat bereits Anfang des Jahres 2025 ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Schweden eingeleitet.
Gibt es die doppelte Nichtbesteuerung doch?
Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) sollen eigentlich verhindern, dass Einkommen in zwei Staaten gleichzeitig besteuert wird. Doch was passiert, wenn am Ende kein Staat Steuern erhebt? Diese Situation nennt man doppelte Nichtbesteuerung oder „weiße Einkünfte“. Sie ist zwar politisch unerwünscht, aber nicht automatisch rechtswidrig. Zwei aktuelle Entscheidungen des Verwaltungsgerichtshofs (VwGH) zeigen nun klar: Österreich darf solche Fälle nicht einfach durch eigene Auslegung korrigieren – solange das Abkommen selbst keine entsprechende Regelung vorsieht.
DBA | Betriebsstätte durch Telearbeit im OECD-Musterabkommen 2025
Am 19. November 2025 hat die OECD das lang erwartete Update des OECD-Musterabkommens sowie des dazugehörigen Musterkommentars veröffentlicht. Neben einem Vorschlag zur Besteuerung von Einkünften iZm der Erkundung und Gewinnung von Bodenschätzen, Änderungen bei der Kommentierung zu Verständigungs- und Schiedsverfahren und weiteren Maßnahmen, befasst sich das Update des Musterkommentars schwerpunktmäßig mit der Frage der Betriebsstättenbegründung durch Telearbeit bzw Homeoffice.
EuGH zu Verrechnungspreisanpassungen und Umsatzsteuer
Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat am 4. September 2025 in der Rechtssache C-726/23 – SC Arcomet Towercranes Srl eine Grundsatzentscheidung zur umsatzsteuerlichen Behandlung von…
RECHNUNGSLEGUNG | IFRS im Einzelabschluss? – aktuelle Entwicklungen
Die Anwendung von IFRS im Einzelabschluss gewinnt zunehmend an Bedeutung, da Unternehmen ihre Finanzberichterstattung auf internationale Standards ausrichten. In diesem Kontext beleuchtet der Newsbeitrag die aktuellen Entwicklungen in Österreich und Deutschland, einschließlich des Regierungsprogramms 2025–2029, der neuen Wahlrechte und der Diskussionspapiere von KSW und DRSC. Während IFRS eine höhere Transparenz und bessere Kapitalbeschaffung ermöglichen, werfen sie auch Fragen zur Balance zwischen internationaler Rechnungslegung und nationalem Gläubigerschutz auf. Welche Chancen und Herausforderungen die Einführung eines Wahlrechts zur IFRS-Anwendung mit sich bringt, erfahren Sie hier.
KRYPTOWÄHRUNGEN | Informationsaustausch zwingt zur Offenlegung!
Ab 2026 müssen Krypto-Dienstleister bestimmte Transaktions- und Nutzerdaten automatisch an die Finanzverwaltungen melden. Mit dem Crypto-Asset Reporting Framework (CARF) der OECD und der EU-Richtlinie DAC 8 wird der internationale Informationsaustausch über Kryptowerte massiv ausgeweitet. Die vermeintliche steuerliche Anonymität bei der Nutzung zentralisierter Plattformen ist dann weitgehend Geschichte – frühzeitiges Handeln und vollständige Dokumentation sind daher entscheidend.
Sind 90 % der Unternehmen bald von CSRD und CSDDD befreit? – Ein Blick auf das Omnibus-Update
Am 13.11.2025 hat sich das EU Parlament hinsichtlich Vereinfachungen der CSRD und CSDDD im Rahmen des Omnibus 1-Paketes geeinigt. Mit 382 Ja-Stimmen zu 249 Nein-Stimmen spricht sich das EU Parlament für regulatorische Änderungen aus.













