Der Umsatzsteuer-Wartungserlass 2025 bringt doch einiges Neues!
Das BMF hat die Verwaltungsmeinung insbesondere zu Schadenersatz, Zuschüssen, Rechnungslegung, Vorsteuerabzug und Spezialthemen wie Pfandsystem oder Kryptowährungen im Umsatzsteuererlass ergänzt und sorgt damit für mehr Klarheit.
Ansässigkeitsbescheinigungen: BMF-Update vom 19. Dezember 2025
Das Bundesministerium für Finanzen hat am 19. Dezember 2025 wichtige Neuerungen für die Ausstellung von Ansässigkeitsbescheinigungen bekanntgegeben. Diese sollen insbesondere auch die bestehenden Praxisprobleme mit der Verwendung der in Österreich erforderlichen ZS-Qu Probleme lösen sowie digitale Lösungen ermöglichen.
Baubereich: Erweiterung der Auftraggeberhaftung seit 2026
Bereits bisher war bei Auftragsvergaben im Baubereich die Abfrage der HFU-Liste wichtig, um bei der Weitergabe von Aufträgen Haftungen für lohnabhängige Abgaben bzw Sozialversicherungsbeiträge des Subunternehmens (aus der Sicht des Auftraggebers also: für fremde Abgaben- bzw Beitragsschulden) auszuschließen. Seit 1.1.2026 ist dieser Kontrollschritt umso wichtiger.
Umgründungen 2025: Neue Regeln bringen mehr Klarheit
Die Umgründungsmeldeverordnung, ein neues Fachgutachten und einige BFG-Urteile haben in 2025 mehr Klarheit für Unternehmer, Verwaltung, Gerichte und Steuerberater gebracht. In diesem Beitrag beleuchten wir 6 wichtige Themen zu Umgründungen.
Personalverrechnung 2026: Die wichtigsten Neuerungen
Für 2026 ergeben sich in der Personalverrechnung mehrere Anpassungen, die Arbeitgeber:innen in der Personalverrechnung und in HR-Prozessen berücksichtigen sollten. Dieser Überblick fasst die wichtigsten Werte, Regelungen und Meldepflichten übersichtlich zusammen. Enthalten sind unter anderem Änderungen bei freien Dienstnehmer:innen, Entwicklungen rund um Entgelttransparenz sowie Neuerungen zu Trinkgeldpauschalen und Altersteilzeit.
Homeoffice und Betriebsstätte – Update 2026
Im November 2025 hat die OECD klargestellt, unter welchen Umständen Homeoffice-Arbeit als Betriebsstätte eines Unternehmens gelten kann. Das österreichische Finanzministerium (BMF) hat diese neuen Aussagen in einer Info vom 4. Jänner 2026 zusammengefasst.
Erhöhter Investitionsfreibetrag (IFB) ab November 2025 und für 2026
Als der Investitionsfreibetrag 2023 (IFB) eingeführt wurde, erhielten Unternehmerinnen und Unternehmer ein wirksames Steuerinstrument: Für begünstigte Investitionen in abnutzbares Anlagevermögen können zusätzliche Betriebsausgaben geltend gemacht werden – mit besonderen Anreizen für Digitalisierung und Ökologisierung.
Ministerialentwurf zum Nachhaltigkeitsberichtsgesetz (NaBeG) veröffentlicht
Am 18.11.2025 wurde der Ministerialentwurf zum NaBeG veröffentlicht. Das Gesetz ist als sogenanntes Paragrafenänderungsgesetz konzipiert und sieht Änderungen von 21 Gesetzen, unter anderem dem Unternehmensgesetzbuches (UGB), Aktiengesetzes (AktG) und GmbH-Gesetzes (GmbHG), vor. Mit diesem Entwurf sollen die unionsrechtlichen Vorgaben zur Nachhaltigkeitsberichterstattung aus der Corporate Sustainabiltiy Reporting Directive (CSRD) mit mehr als eineinhalb Jahren Verspätung in nationales Recht übernommen werden, wobei die inzwischen auf EU-Ebene vereinbarten Erleichterungen bereits berücksichtigt wurden.
Umsatzsteuer: 2025 im Rückblick – mehr Klarheit trotz Gegenwind
Wurden Rechnungen mit Umsatzsteuer falsch ausgestellt, weil man diese gar nicht schuldet, dann hat man in der Vergangenheit diese Umsatzsteuerbeträge geschuldet, bis die Rechnung berichtigt wurde. Aufgrund von EuGH-Entscheidungen tritt diese Umsatzsteuerschuld kraft Rechnungslegung nur mehr für Rechnungen an Unternehmer ein. Für Rechnungen an Private kann in der Zukunft keine Umsatzsteuer kraft Rechnungslegung eintreten. Im Zweifel darf sogar die Aufteilung geschätzt werden.
OECD-Musterabkommen Up-Date 2025 – Neues bei den Homeofficebetriebsstätten!
Am 19. November 2025 hat die OECD den überarbeiteten Kommentar zum Musterabkommen veröffentlicht. Ziel ist es, Doppelbesteuerungsabkommen an die Realität moderner Arbeitsformen anzupassen – insbesondere an die Zunahme von Homeoffice und Remote Work. Die wichtigste Frage: Wann wird ein Homeoffice im Ausland zur steuerlichen Betriebsstätte (Permanent Establishment, PE)? Die neuen Leitlinien bringen hier mehr Klarheit.
Gibt es die doppelte Nichtbesteuerung doch?
Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) sollen eigentlich verhindern, dass Einkommen in zwei Staaten gleichzeitig besteuert wird. Doch was passiert, wenn am Ende kein Staat Steuern erhebt? Diese Situation nennt man doppelte Nichtbesteuerung oder „weiße Einkünfte“. Sie ist zwar politisch unerwünscht, aber nicht automatisch rechtswidrig. Zwei aktuelle Entscheidungen des Verwaltungsgerichtshofs (VwGH) zeigen nun klar: Österreich darf solche Fälle nicht einfach durch eigene Auslegung korrigieren – solange das Abkommen selbst keine entsprechende Regelung vorsieht.
EuGH zu Verrechnungspreisanpassungen und Umsatzsteuer
Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat am 4. September 2025 in der Rechtssache C-726/23 – SC Arcomet Towercranes Srl eine Grundsatzentscheidung zur umsatzsteuerlichen Behandlung von…











