Ansässigkeitsbescheinigungen: BMF-Update vom 19. Dezember 2025
Das Bundesministerium für Finanzen hat am 19. Dezember 2025 wichtige Neuerungen für die Ausstellung von Ansässigkeitsbescheinigungen bekanntgegeben. Diese sollen insbesondere auch die bestehenden Praxisprobleme mit der Verwendung der in Österreich erforderlichen ZS-Qu Probleme lösen sowie digitale Lösungen ermöglichen.
#294 – Diana Niksova – Virtuelle, grenzüberschreitende Arbeitswelt und Kündigungsschutz
Die grenzüberschreitende Telearbeit nimmt immer mehr an Bedeutung zu. Aus arbeitsrechtlicher Sicht stellen sich aber zahlreiche komplexe kollisionsrechtliche Fragen. Welches Arbeitsrecht gilt bei virtuellen, grenzüberschreitenden Sachverhalten? Welches Betriebsverfassungsrecht ist in grenzüberschreitenden Konstellationen anwendbar? Und wie steht es um den Kündigungsschutz nach österreichischem Recht? Über diese und weitere Themen diskutieren Univ.-Prof. MMag. Dr. Diana Niksova (Universität Innsbruck) und Mag. Claudia Hahnekamp-Propst (Linde Verlag).
FORSCHUNGSPRÄMIE| Laufende Anpassungen oder Verschärfungen der FoPV?
Gespannt wird auf die Endfassung der Forschungsprämienrichtlinie (FrPR 2025) gewartet, augenscheinlich musste das BMF auf eine VwGH Entscheidung zur Ermittlung der Bemessungsgrundlage reagieren. Kurz vor Weihnachten erfolgte eine Novelle der Forschungsprämienverordnung (FoPV). Mit der Anpassung soll klargestellt werden, dass entgegen der VwGH Entscheidung weiterhin nur steuerlich anerkannte Aufwendungen als Bemessungsgrundlage gelten. Weiters wurden auch Klarstellungen zur Berücksichtigung von F&E bezogenen unmittelbaren Investitionen getätigt. Auch der Begriff der „marktnahen Forschung“ wird neu in den Anhang der FoPV aufgenommen.
Baubereich: Erweiterung der Auftraggeberhaftung seit 2026
Bereits bisher war bei Auftragsvergaben im Baubereich die Abfrage der HFU-Liste wichtig, um bei der Weitergabe von Aufträgen Haftungen für lohnabhängige Abgaben bzw Sozialversicherungsbeiträge des Subunternehmens (aus der Sicht des Auftraggebers also: für fremde Abgaben- bzw Beitragsschulden) auszuschließen. Seit 1.1.2026 ist dieser Kontrollschritt umso wichtiger.
#293 – Elisabeth Steinhauser – Besteuerung von grenzüberschreitend tätigen Arbeitnehmer:innen – Schwerpunkt Homeoffice
In den letzten Jahren hat die Mobilität von Arbeitskräften rasant zugenommen und so sind grenzüberschreitendes Homeoffice oder Telearbeit sowie Workation keine Seltenheit mehr. Wie sind grenzüberschreitend tätige Arbeitnehmer:innen, die für einen Arbeitgeber im Ausland – insb aus dem Homeoffice – tätig sind, steuerlich einzuordnen? Wie erfolgt die Besteuerung? Worauf ist zu achten und wie steht es um die Betriebstättenbegründung im Kontext von Homeoffice bzw Telearbeit? Über diese und weitere Fragen sprechen Ass.-Prof. Dr. Elisabeth Steinhauser (Universität Salzburg) und Mag. Claudia Hahnekamp-Propst (Linde Verlag).
UMSATZSTEUER| Dreiecksgeschäft bei mehr als drei Parteien – geht das?
Die Abwicklung von Reihengeschäften als Dreiecksgeschäfte wird seit Jahren durch in der EU registrierte Unternehmer durchgeführt, um eine umsatzsteuerliche Registrierungspflicht im Bestimmungsland der Warenlieferung zu vermeiden. Diese Vereinfachungsregelung ist in ihrer Handhabung allerdings nicht immer einfach, dies wird beispielsweise auch durch die Vielzahl von Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs beziehungsweise des Europäischen Gerichts zu dieser Regelung bestätigt.
Künstliche Intelligenz rechnet sich – aber Österreich hat Aufholbedarf
Künstliche Intelligenz ist längst zu einem zentralen Wirtschaftsfaktor geworden – und sie wirkt. Laut dem aktuellen EY European AI Barometer 2025 erzielen europäische Unternehmen durch den Einsatz von KI-Anwendungen durchschnittlich 6,24 Mio € an zusätzlichen Gewinnen oder Einsparungen. Mehr als die Hälfte der Befragten (56 Prozent) berichtet von positiven finanziellen Effekten – ein Anstieg um elf Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr. Für das EY European AI Barometer 2025 wurden 4.900 Arbeitnehmende in Deutschland, Schweiz, Österreich, Frankreich, Italien, Spanien, Portugal, Belgien und den Niederlanden befragt – davon 500 in Österreich.
Umgründungen 2025: Neue Regeln bringen mehr Klarheit
Die Umgründungsmeldeverordnung, ein neues Fachgutachten und einige BFG-Urteile haben in 2025 mehr Klarheit für Unternehmer, Verwaltung, Gerichte und Steuerberater gebracht. In diesem Beitrag beleuchten wir 6 wichtige Themen zu Umgründungen.
MELDEPFLICHTEN | Mitteilungen an Finanzamt bis 28.2.2026!
Bestimmte Honorarzahlungen sind bis spätestens Ende Februar des Folgejahres auf elektronischem Wege an das Finanzamt zu melden (Mitteilungen gemäß § 109a EStG sowie § 109b EStG). Deshalb möchten wir Sie auch heuer wieder daran erinnern, welche Zahlungen des Jahres 2025 im In- und Ausland von diesen Meldeverpflichtungen betroffen sind und wie Sie durch korrekte Meldungen bis Ende Februar d. J. empfindliche Geldstrafen (von bis zu 20.000 EUR) vermeiden können.
#292 – Das Profil von Unternehmensjurist:innen – Thuiner und Waltersdorfer
Unternehmensjurist:innen sind aus Unternehmen nicht mehr wegzudenken. Sie weisen ein großes Leitungsportfolio auf, klären zahlreiche rechtliche Fragestellungen, können die Zukunft ihres Unternehmens entscheidend mitprägen, sind aber weit mehr als nur Jurist:innen. Um Unternehmensjurist:innen ranken sich zahlreiche Mythen. Vom juristischen Hausarzt über den Spielverderber bis hin zur Abschaffung durch KI. Stefanie Thuiner, Irene Waltersdorfer und Patrick Stummer gehen dem auf dem Grund und klären zudem die Frage wie die Rechtsabteilung 2.0 aussehen wird.
Personalverrechnung 2026: Die wichtigsten Neuerungen
Für 2026 ergeben sich in der Personalverrechnung mehrere Anpassungen, die Arbeitgeber:innen in der Personalverrechnung und in HR-Prozessen berücksichtigen sollten. Dieser Überblick fasst die wichtigsten Werte, Regelungen und Meldepflichten übersichtlich zusammen. Enthalten sind unter anderem Änderungen bei freien Dienstnehmer:innen, Entwicklungen rund um Entgelttransparenz sowie Neuerungen zu Trinkgeldpauschalen und Altersteilzeit.
#291 – Daniela Davidovits – Scheidung
Eine Scheidung ist in vielerlei Hinsicht eine Herausforderung – emotional, finanziell und organisatorisch. Umso mehr gilt das, wenn auch Kinder betroffen sind. Die psychosoziale Beraterin und Autorin Daniela Davidovits spricht mit Theresa Weiglhofer-Troy vom Linde Verlag über jene Themen, die Klientinnen und Klienten besonders belasten, darüber, wie man eine gute Beratung und Begleitung findet und worauf Scheidungsanwält:innen im Umgang mit Menschen in emotionalen Ausnahmesituationen achten sollten.












