LOHNVERRECHNUNG | LSt-Richtlinien-Wartungserlass 2025 + Neuerungen
Mit Erlass des BMF vom 18. Dezember 2025 wurden die Lohnsteuerrichtlinien umfassend überarbeitet. Die Anpassungen erfolgten insbesondere aufgrund mehrerer gesetzlichen Änderungen. Zudem fanden die aktuellen Rechtsansichten des BMF zu diversen Fragestellungen sowie einschlägige höchstgerichtliche Entscheidungen Eingang in die Lohnsteuerrichtlinien. Zum Jahresende war zudem der Gesetzgeber sehr aktiv und hat noch wesentliche Gesetzesänderungen mit Auswirkung auf die Personalverrechnung vorgenommen. Auch diese werden kurz dargestellt.
Gebäudeerrichtung durch GmbH und anschließende Vermietung an den Geschäftsführer
Im vorliegenden Erkenntnis hatte das BFG unter anderem über die Gewährung des Vorsteuerabzuges für die Nutzungsüberlassung eines Gebäudes, welches die beschwerdeführende GmbH errichtet hatte und das sie in der Folge an den Alleingesellschafter und Geschäftsführer der Bf vermietet hat, zu entscheiden. Weiters war im Beschwerdefall strittig, ob die von der Bf geltend gemachten Herstellungskosten des Gebäudes als Betriebsausgaben abgezogen werden können.
#290 – Roman Haller – Fehlende Kunden-UID: vernachlässigbarer Formalfehler oder gefährliche Umsatzsteuerfalle?
Stellt das Fehlen der Kunden-UID bei grenzüberschreitenden Sachverhalten einen vernachlässigbaren Formalfehler dar oder tappt man diesfalls in eine gefährliche Umsatzsteuerfalle? Das BFG Graz hat vor Kurzem zu dieser Frage ein Vorlageersuchen an den EuGH gestellt. Dr. Roman Haller geht im Gespräch mit Claudia Hahnekamp-Propst dieser Thematik auf den Grund.
Homeoffice und Betriebsstätte – Update 2026
Im November 2025 hat die OECD klargestellt, unter welchen Umständen Homeoffice-Arbeit als Betriebsstätte eines Unternehmens gelten kann. Das österreichische Finanzministerium (BMF) hat diese neuen Aussagen in einer Info vom 4. Jänner 2026 zusammengefasst.
Materielle Begünstigungen von Mitgliedern des Betriebsrats
Das Mandat des Betriebsratsmitglieds ist ein Ehrenamt, das grundsätzlich neben den Berufspflichten auszuüben ist (§ 115 Abs 1 ArbVG). Das Mitglied des Betriebsrats darf daher aus seinem Mandat keinen materiellen Vorteil ziehen (Privilegierungsverbot). Gegen das Privilegierungsverbot verstoßende Leistungen des Betriebsinhabers sind dementsprechend rechtswidrig und können jederzeit eingestellt oder auf das gesetzliche Maß herabgesetzt werden, auch wenn sich eine langjährige faktische Übung eingebürgert hat. In der Vergangenheit geleistete Zahlungen, die der Ehrenamtlichkeit nicht entsprechen, können überdies nach einer rezenten Entscheidung des OGH zurückgefordert werden. In diesem Beitrag wird insbesondere die Möglichkeit der Rückforderung und die hiervon zu trennende Frage des gutgläubigen Verbrauchs näher erörtert.
BBKG 2025 | Zu Unrecht erklärte Verluste sind Abgabenhinterziehung!
Durch das Betrugsbekämpfungsgesetz 2025 (BBKG 2025) soll ua auch eine zentrale Bestimmung im Finanzstrafgesetz eine wesentliche Änderung erfahren: Wurde bisher nur die vorsätzliche Verkürzung von Abgaben gem. § 33 FinStrG als Abgabenhinterziehung verfolgt, soll ab 1. Jänner 2026 auch bereits die Erklärung zu Unrecht geltend gemachter Verluste mit Strafe bedroht sein. Erfahren Sie im folgenden Beitrag, was diese finanzstrafrechtlichen Änderungen im Ergebnis bedeuten und was künftig bereits bei der Einreichung von Abgabenerklärungen zu beachten ist.
#289 – Antidiskriminierung – Elisabeth Greif & Karin Neuwirth
Im alltäglichen Leben kommt es in verschiedenen Lebenssituationen immer wieder zu Diskriminierungen. In diesem Podcast sprechen Frau Univ.-Prof.in Mag.a Dr.in Elisabeth Greif Institutsvorständin am Institut für Legal Gender Studies und Frau Mag.a Dr.in Karin Neuwirth Stellvertretende Institutsvorständin am Institut für Legal Gender Studies, beide an der Johannes Kepler Universität in Linz, mit Frau Mag. Sonja Rabenseifner vom Linde Verlag zu diesem Thema. Genauer beleuchtet werden die unterschiedlichen Arten von Diskriminierung, genauso wie die zuständigen Stellen und die rechtlichen Möglichkeiten.
RECHNUNGSLEGUNG | Von der Rechnung zur Verbuchung: So geht´s richtig!
Rechnungen sind ein zentraler Bestandteil des täglichen Geschäftslebens. Sie halten den Leistungsaustausch zwischen Unternehmen fest, bilden die Grundlage für eine korrekte buchhalterische Erfassung im Sinne des UGB und sind zugleich Voraussetzung für den Vorsteuerabzug. Trotz dieser zentralen Bedeutung zeigt die betriebliche Praxis, dass Unsicherheiten und Fehler sowohl in der Rechnungsausstellung als auch in der Verbuchung weiterhin verbreitet sind. Dieser Beitrag soll Ihnen einen Überblick über die wesentlichen Anforderungen der Rechnungsausstellung nach dem UStG und der korrekten Verbuchung nach dem UGB geben.
Erhöhter Investitionsfreibetrag (IFB) ab November 2025 und für 2026
Als der Investitionsfreibetrag 2023 (IFB) eingeführt wurde, erhielten Unternehmerinnen und Unternehmer ein wirksames Steuerinstrument: Für begünstigte Investitionen in abnutzbares Anlagevermögen können zusätzliche Betriebsausgaben geltend gemacht werden – mit besonderen Anreizen für Digitalisierung und Ökologisierung.
BBKG 2025 | Neue Betrugsbekämpfungsvorschriften ab 1.1.2026!
Beim sog. „Betrugsbekämpfungsgesetz 2025“ (BBKG 2025) ist offensichtlich Eile geboten: Erst in der zweiten Novemberhälfte d. J. hat die Bundesregierung die Regierungsvorlagen in Form von drei Gesetzespaketen (Steuern, Sozialabgaben, Daten) dem Nationalrat zur parlamentarischen Behandlung übermittelt. Für eine Begutachtung der drei Sammelnovellen blieb kaum Zeit, da schon am 10.12.2025 die Beschlussfassungen im Plenum des Nationalrats erfolgten.
Ministerialentwurf zum Nachhaltigkeitsberichtsgesetz (NaBeG) veröffentlicht
Am 18.11.2025 wurde der Ministerialentwurf zum NaBeG veröffentlicht. Das Gesetz ist als sogenanntes Paragrafenänderungsgesetz konzipiert und sieht Änderungen von 21 Gesetzen, unter anderem dem Unternehmensgesetzbuches (UGB), Aktiengesetzes (AktG) und GmbH-Gesetzes (GmbHG), vor. Mit diesem Entwurf sollen die unionsrechtlichen Vorgaben zur Nachhaltigkeitsberichterstattung aus der Corporate Sustainabiltiy Reporting Directive (CSRD) mit mehr als eineinhalb Jahren Verspätung in nationales Recht übernommen werden, wobei die inzwischen auf EU-Ebene vereinbarten Erleichterungen bereits berücksichtigt wurden.
LOHNVERRECHNUNG | Altersteilzeit und Teilpension ab 2026
Ab dem 1. Jänner 2026 treten in Österreich wichtige Neuerungen in Kraft, welche die Pensionsreform und die Altersteilzeit betreffen. Ziel ist es, das faktische Pensionsantrittsalter zu erhöhen und die Beschäftigungsquote langfristig zu stärken. Dafür wird eine Teilpension eingeführt, die einen flexiblen Übergang in den Ruhestand ermöglicht, die Altersteilzeitregelungen werden angepasst und teilweise verschärft, und gleichzeitig ein Nachhaltigkeitsmechanismus gesetzlich verankert, um die Stabilität des Pensionssystems zu sichern. Im Folgenden Beitrag haben wir Ihnen die wesentlichen Eckpunkte samt der nachträglich erfolgten Gesetzesanpassungen zusammengefasst.












