Re:Re: Pauschal abgegoltene Überstunden

#69987
Martin
Teilnehmer

Liebe Judith!

schau in die LStRL 1162
1162
Beim Herausschälen von steuerfreien Zuschlägen im Sinne des § 68 Abs. 2 EStG 1988 aus
einer Gesamtgehaltsvereinbarung entfällt ebenfalls die Nachweispflicht, sofern weiter wie
bisher die Anzahl der steuerbegünstigten Überstunden in diesem Ausmaß herausgerechnet
und nur fünf Überstunden von der herausgerechneten Überstundenanzahl mit einem
50%igen Zuschlag steuerbegünstigt behandelt werden. Eine Änderung in der Methode des
Herausschälens ist nicht zulässig, da dies zu einem anderen Stundenteiler führen würde.
Lässt sich hingegen aus einem Überstundenpauschale der Grundlohn nicht ermitteln, steht
dies einer begünstigten Besteuerung der Überstundenzuschläge entgegen (VwGH 29.1.1998,
96/15/0250). Die für die Grundlohnermittlung bei Gesamtgehaltsvereinbarungen
erforderliche Anzahl der 50%igen Überstunden ist – sofern kein Nachweis bzw. keine
zahlenmäßige Vereinbarung vorliegt – glaubhaft zu machen. In diesen Fällen bestehen
jedoch keine Bedenken, wenn für die Ermittlung der Zuschläge gemäß § 68 Abs. 2 EStG
1988 20 Überstunden als Durchschnittswert für die Ermittlung des Grundlohnes unterstellt
werden.

Ich kann die 150,- Überstundenpauschale nicht mit 5 Überstunden und den freien 43,- in Einklang bringen.
Z.B. 5000,- Teiler 173 = 5 ÜP = 144,50 + § 68/2 Zuschlag € 72,25
Wenn Du ab Jänner die neuen € 86,- ansetzen möchtest geht das nicht. dir fehlt der grundlohn für den freien Ü-Zuschlag.

Lösung: Mach € 5.150,- Gehalt als „All inklusive“ und schäle hier die freien Überstundenzuschläge heraus.

Frohe Weihnachten