IBAN-Namensabgleich ab sofort verpflichtend: Neue Regeln für Überweisungen in Österreich und der EU
Seit Oktober 2025 gelten neue EU-weite Regeln für den Zahlungsverkehr: Der IBAN-Namensabgleich („Verification of Payee“) ist nun verpflichtend. Bei jeder Überweisung wird automatisch geprüft, ob Name und IBAN des Zahlungsempfängers übereinstimmen.
UMSATZSTEUER | Neues in europäischen Ländern 1. Teil
Für international tätige Unternehmen ist das Umsatzsteuerrecht zu einem der entscheidenden Compliance-Faktoren geworden. Grenzüberschreitende Geschäftstätigkeit bedeutet heute, sich laufend mit einer Vielzahl unterschiedlicher steuerlicher Vorgaben auseinanderzusetzen. Zwar sorgt das europäische Mehrwertsteuersystem in vielen Punkten für eine gewisse Harmonisierung, doch die Details in der Umsetzung unterscheiden sich von Land zu Land – und genau diese Unterschiede können ein erhebliches Risiko in sich bergen.
Eine pauschale Ausgleichszahlung der öffentlichen Hand ist ein echter Zuschuss und unterliegt nicht der Mehrwertsteuer
Am 8. Mai 2025 entschied der EuGH in der Rechtssache C-615/23, dass pauschale Ausgleichszahlungen, die von einer Gebietskörperschaft an ein Verkehrsunternehmen zur Deckung von Verlusten im öffentlichen Personenverkehr gezahlt werden, nicht in die Mehrwertsteuerbemessungsgrundlage einfließen.
#278 – Stefanie Geringer – EU-Mehrwertsteuer nach ViDA
Das Mehrwertsteuerpaket ViDA wurde auf EU-Ebene im März 2025 final beschlossen. Es enthält eine Reihe von Maßnahmen, die durch die technologischen Möglichkeiten im…
Aktuelle Rechtsprechung & Verwaltungspraxis im Überblick
Im Fokus: Gewinnfreibetrag bei Veräußerung eines Betriebes bzw. Mitunternehmeranteils, die VwGH-Klarstellung zu fiktiven Anschaffungskosten am Gebäudeteil und ein grenzüberschreitender Immobilienverkauf mit doppelter Steuerfreiheit.
RECHNUNGSLEGUNG | IFRS 18 – Standard zur Darstellung im Abschluss
Durch den neuen (Konzern-)Rechnungslegungsstandard IFRS 18 wird die Darstellung in IFRS-Abschlüssen neu konzipiert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird in klar definierte Kategorien gegliedert, neue Zwischensummen sind verpflichtend anzugeben und unternehmensspezifische Kennzahlen sind detaillierter zu erläutern. Was das konkret für IFRS-Anwender in Österreich bedeutet und ab wann der neue Standard anzuwenden ist, erfahren Sie in diesem Beitrag.
Haftung von Prokuristen gemäß § 9 Abs 1 BAO?
Wie im BFGjournal 2023 berichtet wurde, hatte das BFG die Rechtsfrage zu entscheiden gehabt, ob ein Prokurist, der nach der Aktenlage bei zwei GmbH die Wahrnehmung der abgabenrechtlichen Verpflichtungen gesellschaftsintern übernommen hatte, als „Vertreter“ im Sinne des § 83 BAO auf Grundlage des § 9 BAO zur Haftung für die nicht einbringlichen Abgaben der Gesellschaften herangezogen werden durfte. Das BFG verneinte dies, die Abgabenbehörde erhob dagegen die Amtsrevision. Die Antwort auf diese Rechtsfrage hat nun der VwGH unter Heranziehung der Reichsabgabenordnung 1931 und der Gesetzesmaterialien zur Stammfassung der BAO gegeben.
#277 – Alexander Lamplmayr – Dauerbrenner Ausbildungskostenrückersatz
Der Ausbildungskostenrückersatz wird immer mehr zum Streitthema. Unternehmen investieren in die Ausbildung ihrer Mitarbeiter:innen, um langfristig von deren Know-How zu profitieren. Wechseln Mitarbeiter:innen das Unternehmen stellt sich die Frage, ob man die Ausbildungskosten zurückfordern kann. Dabei stellen sich zahlreiche Fragen: Was ist eine Ausbildung? Wie vereinbart man den Kostenrückersatz rechtskonform? Wie ist das Verhältnis von § 11b AVRAG zu § 2d AVRAG? Wie lautet die Spruchpraxis des OGH? Das und vieles mehr beantwortet Dr. Alexander Lamplmayr von Bruckmüller Rechtsanwälte im Gespräch mit Patrick Stummer vom Linde Verlag.
ZOLL | Zugang für Zentralanwendungen der EU rechtzeitig beantragen!
Mit Ende des Jahres 2025 wird das Unternehmensserviceportal (USP) als Authentifizierungs- und Autorisierungsportal für zollrelevante Anwendungen abgelöst. Ab 1. Jänner 2026 sind diese Anwendungen für den Zoll in Österreich nur mehr über das europäische Portal UUM&DS erreichbar. Für Zollpraktiker und international agierende Unternehmen ist daher eine rechtzeitige Registrierung und Umstellung notwendig, um einen reibungslosen Arbeitsprozess zu sichern. Im Rahmen dieses Beitrages informieren wir Sie, welche Anwendungen betroffen sind und was Sie bei der Anmeldung zu diesem Portal beachten müssen.
Erhöhter Investitionsfreibetrag (IFB) ab November 2025
Als der Investitionsfreibetrag 2023 (IFB) eingeführt wurde, erhielten Unternehmerinnen und Unternehmer ein wirksames Steuerinstrument: Für begünstigte Investitionen in abnutzbares Anlagevermögen können zusätzliche Betriebsausgaben geltend gemacht werden – mit besonderen Anreizen für Digitalisierung und Ökologisierung.
#276 – Andrea Pilecky und Roman Sartor – Compliance
Compliance ist in aller Munde, Compliance Officer sind aus Unternehmen nicht mehr wegzudenken und das Thema Compliance wird per se in der Praxis immer bedeutender. Wie man Compliance lebt, worauf es bei der Implementierung von Compliance-Management-Systemen ankommt und warum das Thema Kommunikation so entscheidend ist, bespricht Patrick Stummer mit den Compliance Expert:innen Andrea Pilecky und Roman Sartor von der Rosa Elefant OG, die Unternehmen seit Jahren beim Thema Compliance begleiten und mehrere hundert Compliance Officer ausgebildet haben.
Zur missbräuchlichen Erlangung von Zahlungsdaten
Seit 2021 umfasst die Legaldefinition der unbaren Zahlungsmittel in § 74 Abs 1 Z 10 StGB neben körperlichen auch unkörperliche Zahlungsmittel. Die Zahlungsmitteldelikte §§ 241e und 241h StGB sind allerdings im Wesentlichen unverändert geblieben. Klärungsbedarf besteht dahingehend, wie die genannten Delikte auf unkörperliche Zahlungsmittel und dabei insbesondere auf Zahlungsdaten, wie zB Online-Banking-, Kreditkarten- und Apple-Pay-Daten, anzuwenden sind.











