Umsatzsteuer: 2025 im Rückblick – mehr Klarheit trotz Gegenwind
Wurden Rechnungen mit Umsatzsteuer falsch ausgestellt, weil man diese gar nicht schuldet, dann hat man in der Vergangenheit diese Umsatzsteuerbeträge geschuldet, bis die Rechnung berichtigt wurde. Aufgrund von EuGH-Entscheidungen tritt diese Umsatzsteuerschuld kraft Rechnungslegung nur mehr für Rechnungen an Unternehmer ein. Für Rechnungen an Private kann in der Zukunft keine Umsatzsteuer kraft Rechnungslegung eintreten. Im Zweifel darf sogar die Aufteilung geschätzt werden.
#288 – Michaela Pelinka – ZIAG – Zivilrechtliches Indexierungs-Anpassungsgesetz
Das Zivilrechtliches Indexierungs-Anpassungsgesetz, kurz ZIAG wurde am 11.12.2025 im Nationalrat beschlossen. Die Vorgeschichte zu diesem Gesetz und welche Änderungen durch dieses erfolgen, besprechen Frau Dr. Michaela Pelinka, Partnerin in der Kanzlei Schindler Attorneys und Frau Mag. Sonja Rabenseifner vom Linde Verlag.
OECD-Musterabkommen Up-Date 2025 – Neues bei den Homeofficebetriebsstätten!
Am 19. November 2025 hat die OECD den überarbeiteten Kommentar zum Musterabkommen veröffentlicht. Ziel ist es, Doppelbesteuerungsabkommen an die Realität moderner Arbeitsformen anzupassen – insbesondere an die Zunahme von Homeoffice und Remote Work. Die wichtigste Frage: Wann wird ein Homeoffice im Ausland zur steuerlichen Betriebsstätte (Permanent Establishment, PE)? Die neuen Leitlinien bringen hier mehr Klarheit.
SCHWEDEN | EU gegen Schweden – Streit wegen Quellensteuerregelung
Zahlungen an ausländische Auftragnehmer ohne Betriebsstätte in Schweden unterliegen grundsätzlich einer Quellensteuer von 30 %. Die Europäische Kommission sieht diese Regelung als Verstoß gegen die Dienstleistungsfreiheit im Binnenmarkt und hat bereits Anfang des Jahres 2025 ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Schweden eingeleitet.
Gibt es die doppelte Nichtbesteuerung doch?
Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) sollen eigentlich verhindern, dass Einkommen in zwei Staaten gleichzeitig besteuert wird. Doch was passiert, wenn am Ende kein Staat Steuern erhebt? Diese Situation nennt man doppelte Nichtbesteuerung oder „weiße Einkünfte“. Sie ist zwar politisch unerwünscht, aber nicht automatisch rechtswidrig. Zwei aktuelle Entscheidungen des Verwaltungsgerichtshofs (VwGH) zeigen nun klar: Österreich darf solche Fälle nicht einfach durch eigene Auslegung korrigieren – solange das Abkommen selbst keine entsprechende Regelung vorsieht.
#287 – KI und Recht – Klara und Ermano Geuer
In unserer heutigen Podcast Folge sprechen wir über das Thema Künstliche Intelligenz und Recht. Zu Gast sind die Autoren des kürzlich im Linde Verlag erschienen Buches KI und Recht, Dr. Klara Geuer und Dr. Ermano Geuer. Sie sind Gründer der Kanzlei GEUER Rechtsanwälte OG und unter anderem Experten für KI. Mit ihnen sprechen wir darüber, warum juristisches Denken im Zeitalter von KI neu gedacht werden muss – und was das konkret bedeutet.
DBA | Betriebsstätte durch Telearbeit im OECD-Musterabkommen 2025
Am 19. November 2025 hat die OECD das lang erwartete Update des OECD-Musterabkommens sowie des dazugehörigen Musterkommentars veröffentlicht. Neben einem Vorschlag zur Besteuerung von Einkünften iZm der Erkundung und Gewinnung von Bodenschätzen, Änderungen bei der Kommentierung zu Verständigungs- und Schiedsverfahren und weiteren Maßnahmen, befasst sich das Update des Musterkommentars schwerpunktmäßig mit der Frage der Betriebsstättenbegründung durch Telearbeit bzw Homeoffice.
LOHNABGABEN | Steuerfreie Weihnachtsfreuden für Mitarbeiter!
Alle Jahre wieder … bietet die Weihnachtszeit eine gute Gelegenheit, seine Mitarbeiter durch verschiedene Benefits wertzuschätzen und zu motivieren – und das ohne steuerliche Mehrbelastungen. Nutzen Sie diese steuerfreien Zuwendungen und gestalten Sie so das Jahresende für Ihre Belegschaft besonders erfreulich. Erfahren Sie hier, wie Sie die bestehenden Begünstigungen im Lohnsteuerrecht optimal ausschöpfen können, um ein Weihnachtslächeln in die Gesichter Ihrer Mitarbeiter zu zaubern.
#286 – Andreas Mitterlehner – Steuerausblick 2026
Welche Neuerungen kommen 2026 auf Unternehmer zu? Wo besteht vor dem Jahreswechsel oder im neuen Jahr steuerliches Optimierungspotenzial und welche Handlungsempfehlungen können erteilt werden? Andreas Mitterlehner (ICON Linz) gibt im Gespräch mit Claudia Hahnekamp-Propst (Linde Verlag) einen Ausblick auf das Steuerjahr 2026 und geht auf die zentralen Neuerungen und Steuertrends ein.
Kündigung des Kollektivvertrags Fahrradboten
Wie die Sozialpartner informierten hat die Gewerkschaft VIDA mit Wirkung zum 30.09.2025 den Kollektivvertrag für Fahrradbot:innen gekündigt. Somit endete mit Ablauf des 30.09.2025 die Gültigkeit des Kollektivvertrags und sämtliche Bestimmungen des lohn- und arbeitsrechtlichen Teils traten außer Kraft.
EuGH zu Verrechnungspreisanpassungen und Umsatzsteuer
Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat am 4. September 2025 in der Rechtssache C-726/23 – SC Arcomet Towercranes Srl eine Grundsatzentscheidung zur umsatzsteuerlichen Behandlung von…
RECHNUNGSLEGUNG | IFRS im Einzelabschluss? – aktuelle Entwicklungen
Die Anwendung von IFRS im Einzelabschluss gewinnt zunehmend an Bedeutung, da Unternehmen ihre Finanzberichterstattung auf internationale Standards ausrichten. In diesem Kontext beleuchtet der Newsbeitrag die aktuellen Entwicklungen in Österreich und Deutschland, einschließlich des Regierungsprogramms 2025–2029, der neuen Wahlrechte und der Diskussionspapiere von KSW und DRSC. Während IFRS eine höhere Transparenz und bessere Kapitalbeschaffung ermöglichen, werfen sie auch Fragen zur Balance zwischen internationaler Rechnungslegung und nationalem Gläubigerschutz auf. Welche Chancen und Herausforderungen die Einführung eines Wahlrechts zur IFRS-Anwendung mit sich bringt, erfahren Sie hier.












