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Dänische Firmen in Steueroasen bekommen keine Staatshilfen

Regierung im Schloss Christiansborg: Steuergelder nicht für Firmen auf der Schwarzen Liste einsetzen. (Bild: © Leonid Andronov) Regierung im Schloss Christiansborg: Steuergelder nicht für Firmen auf der Schwarzen Liste einsetzen. (Bild: © Leonid Andronov)

Kopenhagen – Dänemark schließt Unternehmen von der Corona-Staatshilfe aus, die in Steueroasen registriert sind. „Wenn wir Milliarden an Steuergeldern ausgeben, um Firmen und Arbeitsplätze zu retten, dann müssen sie für diesen Zweck eingesetzt werden und nicht in einer Steueroase auf der anderen Seite des Planeten landen“, sagte ein Sprecher des rot-grünen Regierungsbündnisses der Nachrichtenagentur Reuters.

Auf einer entsprechenden Schwarzen Liste stünden gegenwärtig zwölf Staaten, darunter Panama und die Seychellen. Der Regierung zufolge müssen Unternehmen zudem 2020 und 2021 auf Dividendenzahlungen und Aktienrückkäufe verzichten, wenn sie Staatsgelder erhalten wollen.

Dänemark stellt Firmen in der Coronavirus-Epidemie inzwischen fast 400 Milliarden Kronen (rund 54 Mrd. Euro) bereit. Vor einigen Tagen machte bereits Polen Hilfszahlungen an Unternehmen davon abhängig, ob sie Steuern im Inland zahlen. Schätzungen zufolge entgehen den Regierungen weltweit durch Steueroasen jährlich zwischen 500 und 600 Mrd. Dollar (zwischen 460 und 552 Mrd. Euro) an Einnahmen. (APA/Reuters)

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