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Regierung plant leichtere Absetzbarkeit-Regel für EPU

(Bild: © gpointstudio) (Bild: © gpointstudio)

Wien (APA) – Die Regierung will Ein-Personen-Unternehmen (EPU) das Leben leichter machen. Konkret soll sich gemäß heutiger Festlegung im Ministerrat die steuerliche Absetzbarkeit des Arbeitszimmers einfacher gestalten.

Bisher musste nachgewiesen werden, dass jener Raum tatsächlich zum Dienstzweck und nicht privat genutzt wird. Künftig, nämlich ab Anfang 2021, sollen 100 Euro im Monat auch abgesetzt werden können, wenn für die Tätigkeit kein anderer passender Arbeitsplatz zur Verfügung steht.

Noch in Planung ist eine sogenannte „Grace Period“ im Fall von Betriebsübergaben in der Familie. Um diese zu forcieren, sollen in den ersten beiden Jahren nur die allernötigsten Kontrollen durchgeführt werden, wie Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) im Pressefoyer nach der Regierungssitzung berichtete. Vorerst gibt es dazu freilich bloß eine Arbeitsgruppe.

Konkreter geht es bei der Attraktivierung der Rot-Weiß-Rot-Karte zur Sache. Für Studenten wird es künftig gar keine Einkommensgrenzen mehr geben. Ihre Tätigkeit muss bloß dem Kollektivvertragsgehalt genügen. Zudem werden die Gehaltsgrenzen auch bei den anderen Gruppen angepasst bzw. vereinheitlicht, nämlich mit mindestens 2.685 Euro pro Monat. Derzeit liegt der geforderte Mindestlohn bei Über-30-Jährigen noch bei 3.200 Euro.

Ferner in Planung ist, dass die gesamte Rot-Weiß-Rot-Karte bei der Beschaffung digitalisiert wird. Bei der Austrian Business Agency soll eine One-Stop-Shop-Stelle etabliert werden. Schließlich ist vorgesehen, dass nur noch Englischkenntnise nötig sind, wenn im Betrieb die Arbeitssprache Englisch ist. Sinn des Ganzen laut Schramböck: Die „Autobahn der Talente“ dürfe nicht mehr an Österreich vorbeiführen.

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