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SWK.Podcast 29/2019

Willkommen zum SWK.media Podcast. Hören Sie die Zusammenfassung von Ausgabe Nr. 29 vom Oktober 2019.

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Tagesfrage

Anpassung der Bewertung von Sachspenden erforderlich? – Sachspenden aus dem Betriebsvermögen sind wie Geldspenden bis zu 10 % des Jahresgewinns steuerlich abzugsfähig. Als Betriebsausgabe abzugsfähig ist der gemeine Wert der gespendeten Sache im Zeitpunkt der Spende. Ist dieser höher als der Buchwert, kommt es zu keiner Realisierung stiller Reserven. Spätestens aufgrund der Anhebung der Anschaffungskostengrenze für geringwertige Wirtschaftsgüter mit dem Steuerreformgesetz 2020 sollte diese Regelung aber überdacht werden, weil sonst ungewollte Steuervorteile generiert werden könnten. Lesen Sie den SWK-Beitrag von Bernhard Häusler.

Steuern

Zinsloses Privatdarlehen eines Beteiligten an seine ausländische Gesellschaft – Bei einer Nutzungseinlage in eine verbundene ausländische Gesellschaft sind gem § 6 Z 6 lit a EStG Fremdvergleichspreise anzusetzen. Dies setzt jedoch das Vorliegen eines inländischen Betriebes bzw einer inländischen Betriebsstätte voraus und findet im außerbetrieblichen Bereich keine Anwendung. Gewährt ein Gesellschafter der ausländischen Kapitalgesellschaft aus seinem Privatvermögen ein zinsloses Darlehen, kann der Ansatz (fiktiver) Zinsen daher nicht erfolgen. Die Entscheidung ist rechtskräftig. Lesen Sie den Beitrag von Bernhard Renner und Ernst Marschner.

Höhe des Entgelts bei Vermietung an Gesellschafter – Vermietet die Gesellschaft eine Immobilie an ihren Gesellschafter, so wird ein Mietverhältnis abgeschlossen, sodass synallagmatisch die Vermietung gegen Zahlung eines Entgeltes erfolgt. Fraglich ist, ob das Entgelt eine bestimmte Höhe erreichen muss, um von einer unternehmerischen Tätigkeit ausgehen zu können. Neue Judikatur des VwGH ist dabei zu würdigen. Ein Beitrag von Christian Prodinger.

Verkauf eines Grundstücks mit darauf befindlichem Gebäude – Liegt bei Verkauf und Wiederverkauf eines Grundstücks mit einem darauf befindlichen, voll funktionstüchtigen Lagerhaus eine – mehrwertsteuerpflichtige – Lieferung eines „Baugrundstücks“ vor? Der EuGH hat diese Frage in einem Dänemark betreffenden Fall verneint, sofern der Umsatz wirtschaftlich unabhängig von anderen Leistungen ist und mit diesen keinen einheitlichen Umsatz bildet. Die Parteienabsicht allein vermag daran nichts zu ändern.

Wirtschaft

Latente Steuern bei PKW-Leasing – Im Juli 2019 veröffentlichte der International Accounting Standards Board (IASB) den Entwurf „Deferred Tax related to Assets and Liabilities arising from a Single Transaction“,1 der eine eng gefasste Änderung von IAS 12 Income Taxes vorschlägt. Damit soll das Erstansatzverbot latenter Steuern (sogenannte initial recognition exemption) für die Abbildung von Leasingverhältnissen eingeschränkt werden. Da die Ausnahmen vom Ansatz latenter Steuern in § 198 Abs 10 UGB idF RÄG 2014 vor dem Hintergrund des IAS 12 zu interpretieren sind, könnte sich für den österreichischen Gesetzgeber Handlungsbedarf ergeben. Dieser Beitrag von Claudia Schönhart und Roman Rohatschek stellt die geplante Neuregelung vor und prüft den Bedarf einer Rückausnahme zu § 198 Abs 10 Satz 3 Z 2 UGB für den Bereich der Leasingbilanzierung auf Basis der international diskutierten Anwendungsfrage.

Aus der jüngsten Rechtsprechung

Markus Achatz, Gerhard Gaedke, Dietmar Aigner, Gernot Aigner und Michael Tumpel bieten eine Übersicht über die steuerrechtliche Judikatur der Höchstgerichte. Darunter VwGH-Entscheidungen zur Vorsteuerberichtigung und der Reiseaufwandsentschädigung für Fußballspieler.

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