Firmenauto/private Nutzung

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  • #64794
    flo84
    Teilnehmer

    hallo

    bin neu hier und würde mich über Hilfe freuen.

    Also es geht um folgendes:

    Habe seit kurzem ein Firmenauto für das ich 1,5% sachbezug zahle (406,80euro). Fahre ca 130km pro Tag. bekomme aber pendlerpauschale.

    Tanken kann ich an bestimmten Tankstellen auf Lieferschein.

    Darf ich nun dieses auto privat nutzen?

    1., Habe in der Firma gefragt (weil privat kfz 2 tage in werkstatt war) sagten NEIN auf keinen fall.

    2., Muss ich ein Fahrtenbuch führen? würde mich nur so interessieren, weil ich im i net gelesen habe ab 1,5% kein fahrtenbuch

    bzw. mach mich das stutzig 406,80 im monat mal 12 fürs jahr sind ca 4800…..welches auto kostet im jahr soviel?????

    würde mich über Erklärungen/Erläuterungen freuen, da ich ehrlich gesagt schon ziemlich viel im internet gegoogelt habe aber mit den Beschreibungen nichts anfangen kann, für mich hört es sich aber so an als ob ich dürfte…lieg ich da richtig?

    würde mich daher vorher hier informieren bevor ich in der firma nachforsche.

    ein arbeitskollege fragte seinen onkel (steuerberater) der sagte JA…..nur würde ich das auch gerne vorher selbst bestätigt bekommen.

    im voraus danke für die infos und erklärungen….und sry wenn die frage schon mal gestellt wurde…

    lg
    flo

    #71707
    Martin
    Teilnehmer

    Hallo flo,

    du fährst ca 130 km pro tag (ich nehme an privat). somit kommst du über 6000 privatkilometer pro jahr.
    deshalb der sachbezug i.d.h. von 1,5 %.
    aber das ist nur der sachbezugswert. wie viel dir dann von deinem nettogehalt abgezogen wird, hängt von deiner lohnsteuer- und sozialversicherungsbelastung ab.
    ich schätze mal ca. die hälfte.

    ob du pendlerpauschale hast, oder nicht ist egal.

    wenn du das auto nicht weiter benutzen darfst, dann ist das verhandlungssache.
    wenn du den sachbezug nicht gerechtfertigt findest, dann musst du ein ein fahrtenbuch führen und eben keine privaten kilometer fahren.

    #71708
    flo84
    Teilnehmer

    hallo martin,

    danke für die antwort…

    aber ich führe ja fahrtenbuch, muss jeden abend den km stand eintragen und von wo nach wo….

    und wegen den 130 km die sind von mir zuhause zur arbeitsstelle, und ich denke mal wenn ich sachbezug zahle sind es private km…

    aber fahre ansonsten keine km….

    bzw was heißt wenn ichs ungerecht finde muss ich ein fahrtenbuch führen? das muss ich sowieso…

    deswegen kommt mir das ganze nicht ganz sauber vor….

    nochmal die fakten:
    –> zahle 1,5 %
    –> führe fahrtenbuch
    –> fahre jeden arbeitstag von mir zuhause zur firma und zurück (130km)
    –> darf KEINE privaten km fahren

    ist das nun rechtens oder nicht?

    lg

    #71712
    Mathias
    Teilnehmer

    Hallo Flo,

    die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsplatz sind Privatfahrten. Bei 130 km pro Arbeitstag sind das wohl mehr als 500 Privatkilometer im Monat, also muß der volle Sachbezug angesetzt werden (es sei denn, Du bist Berufschauffeur oder Du fährst ein Montagefahrzeug o.ä.; für diese Fälle gibt es Ausnahmen). Rein abgabenrechtlich wäre das Fahrtenbuch nicht erforderlich.

    Der Umfang der privaten Nutzung und eine eventuelle Kostenbeteiligung für die private Nutzung sind Vereinbarungssache. Wenn Dein Arbeitgeber Dir das Auto ausdrücklich nur für die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte überlassen hat und zur Bedingung gemacht hat, daß Du ein Fahrtenbuch führst, wirst Du das wohl einhalten müssen.

    Daraus, daß bei Dir der volle Sachbezug angesetzt wird, folgt nicht automatisch, daß Du das Auto uneingeschränkt privat nutzen darfst.

    LG
    Mathias

    #71716
    Roland
    Teilnehmer

    Hallo!

    Wenn ich mir hier auch noch eine Bemerkung erlauben darf:
    Ich würde den Dienstwagen wohl dem Arbeitgeber „zurückgeben“, weil wenn ich keinen km „echt“ privat fahren darf (ich klammere jetzt mal die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte aus), dann brauche ich auch einen Privatwagen für meine „echten“ Privatfahrten, und das macht die Sache natürlich schon etwas teuer.
    Auf jeden Fall würde ich diesbezüglich mit meinem Chef reden…

    LG

    #71719
    Mathias
    Teilnehmer

    Hallo Roland,

    natürlich würde ich auch mit dem Dienstgeber noch einmal über die Privatnutzung reden.

    Aber warum das Auto zurückgeben? Es geht doch hier nur um Abzüge von geschätzt maximal ca. 200,- € im Monat. Wenn Flo die 130 km täglich mit seinem Privatwagen fahren müßte, müßte er denselben Betrag sicher allein fürs Tanken bezahlen. Von Wertverlust, Werkstattkosten, Verschleiß etc. für die ca. 26.000 km pro Jahr gar nicht zu reden. Ich finde, so schlecht fährt Flo mit dieser Regelung gar nicht.

    LG
    Mathias

    #71720
    Roland
    Teilnehmer

    Hallo Mathias!

    Da muss ich dir wohl uneingeschränkt Recht geben – die 130 km täglich machen das Kraut „wirklich fett“.
    Da waren meine Finger etwas zu schnell, mich hat einfach diese Vorgangsweise gestört.
    Danke auf alle Fälle für den Hinweis!

    LG

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