Antwort auf: Dienstverträge

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Liebe Lydia!

Es ist mit Sicherheit gut, wenn man für eine etwaige Schichtarbeit vertraglich „vorbaut“.

Allerdings sollte auch bedacht werden – und das meinte Martin mit seinem wichtigen Hinweis auf § 19c AZG – dass der Vorbau im Dienstvertrag noch keine endgültige Garantie darstellt.

Eine Änderung der Normalarbeitszeit kann nämlich – abgesehen von der Notwendigkeit des Vorliegens sachlich gerechtfertigter Gründe, die wir im geschilderten Fall wohl nicht bezweifeln wollen – dann vom Arbeitnehmer/von der Arbeitnehmerin abgelehnt werden, wenn berücksichtigungswürdige Gründe auf Seiten des Arbeitnehmers/der Arbeitnehmerin der Einteilung entgegenstehen.

Weiters muss die Schichtarbeit mindestens 2 Wochen im Voraus vereinbart werden. Ich weiß aus der Praxis, dass die Umstellung auf Schichtarbeit manchmal „buchstäblich“ über Nacht gehen muss, was mit der eben erwähnten Vorankündigungszeit nicht in Einklang zu bringen ist.

Weiters muss – und das darf ich Ihnen aus meiner Erfahrung als Personalchef mitteilen – auf die Gruppe der Jugendlichen und der „werdenden Mütter“ besonders bedacht genommen werden.

Ich wünsche Ihnen – liebe Lydia – viel Erfolg beim Umsetzen!

W. Kurzböck